namasteindia

Die Welt gehört dem, der sie genießt.
 

Letztes Feedback

Meta





 

Goakarna, Traumstraende und Wahnsinnsfahrten

Im "Nirvana" wohnten wir in einer kleinen Lehmhuette am schoenen Om-Beach. Mit frisch gepressten Fruchtsaeften und leckeren Lassis liess es sich auch am Abend bei 31Grad noch gut aushalten. Die Temperaturen kletterten am Tag weit ueber 30Grad hinaus und es kuehlte sich auch in der Nacht nur wenig ab.

Um neben der kompletten Entspannung auch etwas zu erleben, machten wir uns auf den Weg, um die benachbarten Straende zu erkunden.

Unsere erste Exkursion fuehrte uns einen kleinen Trampelpfad entlang, ueber eine Steilkueste und durch ein Waeldchen bis hin zum weniger besiedelten Halfmoon-Beach.

Die Aussicht von der Steilkueste aufs Meer und die umliegenden Buchten war atemberaubend schoen.

Am Abend waren wir die letzten in der Bar und bekamen ein seltsames Gefuehl, als uns auffiel, dass die Mitarbeiter des Guest Houses alle auf den Steinbaenken der Restaurantterasse und einige sogar auf dem Boden uebernachteten.

Am naechsten Morgen machten wir uns fertig, um mit dem Tuktuk nach Goakarna zu fahren, einer kleinen Tempelstadt, in die viele Menschen reisen. Die Stadt gilt als heilig, weil dort einst Gott Shiva aus dem Ohr einer Kuh widergeboren wurde.

In Goakarna verfielen wir Maedchen etwas dem Shoppingrausch und kamen gut mit den Verkaeufern ins Gespraech. Fabi war mit der Zeit jedoch etwas genervt von unserem Rausch, da er waehrend unserer Abwesenheit von Blumenfrauen und Kuehen belagert wurde und aus lauter Verzweiflung einen kleinen Strauss zusammenkaufte.

 An sich mochten wir die Atmosphaere in diesem kleinen Staedtchen, doch wie auch schon in einigen Orten zuvor, stiess uns die Ansammlung des Muellls, den die Leute hier achtlos wegwarfen, bitter auf.

 Der indische Hochsommer ist bereits in vollem Gange und brachte uns selbst beim Nichtstun ganz schoen ins Schwitzen. Auch das arabische Meer - mit seinen Badewannentemperaturen - sorgte nur fuer wenig Abkuehlung.

Am naechsten Tag wollten wir uns endlich auf die Suche nach dem versprochenen Paradies des Schotten machen und orderten ein Boot zum versteckten Paradise-Beach.

Zu unserer grossen Freude und Ueberraschung konnten wir auf der Fahrt Delfine beobachten und waren ganz hingerissen von ihrer Anwesenheit. 

Ein wahrhaft paradisischer Anblick bot sich uns, als wir schliesslich mit dem Boot in der kleinen Bucht des Strandes anlegten. Nicht viel mehr als ein paar Palmen, Haengematten und beinahe unheimliche Ruhe luden uns zum Relaxen ein. So machten wir, nach dem Genuss einer Kokosnuss, direkt ein kleines Nickerchen unter den Palmen.

Als wir am Abend zurueck in unsere Huette kamen, begruesste uns, wie auch schon die beiden Tage zuvor, ein kleiner Frosch in unserem Badezimmer. Das Verblueffende daran war, dass wir ihn jeden Abend nach draussen setzten und er auf unerklaerliche Weise, trotz geschlossener Tueren und Fenster, immer wieder zu uns fand. So wurde er mit den Tagen zu einem geschaetzten Begleiter.

Am Sonntag hiess es nach 5 traumhaften Tagen Abschied nehmen vom Om-Beach, Goakarna und deren liebenswerten Gastgebern Manu (Manuluhulu Chao) und Baba (Parmeshooar Baba Magnum BabaGumpShrimp). :D

Kaum hatten wir das Fruehstueck verdaut und unser Gepaeck auf das Dach geschnallt, befanden wir uns auch schon inmitten einer verrueckten Tuktuk-Fahrt mit Bollywoodmusik den steilen Lehmweg hinauf und anschliessend in einem Affenzahn auch wieder hinunter. Dank der rasanten Fahrt schafften wir unseren Bus zum naechsten Reiseziel in letzter Minute.

Von einer aufregenden Fahrt in die naechste nahm der Bus nach Murdeshwar jedes Schlagloch mit. Dort angekommen, stiegen wir komplett bepackt und noch von der hitzigen Fahrt durchnaesst die vielen treppen zu der Shiva-Statue hoch. Nach ein paar Fotos reisten wir weiter - wieder ist schon allein die Busfahrt ein einziges Abenteuer. Von der Berg- und Talfahrt wurde uns tatsaechlich ein wenig uebel.

Endlich bei den Jogfalls angekommen, wurden wir direkt von einem sehr freundlichen Mann namens Bertolomeo Fernandez angesprochen, der uns ein Zimmer in seinem Guest House zeigt. Am Abend unterhielten wir uns sehr nett mit ihm, durften beim Kochen zusehen und konnten ihm sogar ein paar indische Rezepte entlocken.

Nach einer Irrfahrt, aufgrund von Sprachbarrieren, brachte uns Bertolomeo zur backside der Jogg Falls. Er zeigte uns einen versteckten Weg zu den Felsen mit den Worten: "You can go this way, the other way is too long - it is a good way." und schon schlitterten wir, lediglich mit FlipFlops besohlt, die Boeschung hinunter. Gluecklicherweise fanden wir unterwegs ein paar Aeste und Steine, an denen wir uns festkrallen konnten. Wir bahnten uns den Weg durch den Dschungel und wurden mit einem grandiosen Ausblick belohnt.

Eine ganz schoen gefaehrliche Exkursion, in die uns unser lieber Gastgeber da geschickt hatte, denn es dauerte nicht lange, bis eine Horde neugieriger Affen auf uns aufmerksam wurde. Schnell machten wir noch ein paar Fotos von den Wasserfaellen und ergriffen dann die Flucht.

 

Ein weiteres Highlight des Tages war die Busfahrt mit einer indischen Familie, die uns bei unserem Rueckmarsch aufgelesen hatte. Ein absolut freundliches, aufgeschlossenes und neugieriges Voelkchen, diese Inder.

Dieser Eindruck verfestigte sich auch am Abend, als wir bei den Jogg Falls immer wieder nach unserer Herkunft und unseren Namen gefragt wurden. Kaum vorstellbar, dass wir auf einigen Familienfotos Portrait stehen durften und sich die Familien die Bilder mit uns Fremden sogar fuer Geld ausdrucken liessen. Schon ein wenig anstrengend, so ein Leben als "Star"

Nach einer etwas kitschigen Lasershow beendeten wir diesen erlebnisreichen Tag mit einem leckeren Abendessen im Guest House.

Nach einem weiteren super scharfen 'Just a little bit spicy'-Fruehstueck ist es Zeit fuer ein erneutes Aufwiedersehen und die Endlosfahrt zu der Ruinenstadt Hampi geht in die erste Etappe....

FORTSETZUNG FOLGT ...

PS: Aufgrund der grossen Nachfrage...bisher hatten wir noch keine Probleme mit dem Magen oder der Verdauung. :D

 

1 Kommentar 3.4.14 17:50, kommentieren

Namaste ihr Lieben,
nun sind wir schon eine Woche lang in Indien unterwegs und haben schon so einiges erlebt.
Unsere Reise begann in Anjuna im "Prison Hostel", wo wir viele nette Leute kennenlernten, mit denen wir unter anderem den Happy Holi Day verbrachten.



Wir waren begeistert davon, wie aufgeschlossen die Leute uns gegenueber waren. Jedoch mussten wir auch erfahren, dass Komplimente und lockere Gespraeche schnell in einem Verkaufsstand enden, aus dem man nicht so leicht wieder herauskommt - zumindest nicht ohne etwas gekauft zu haben.
Das sollte uns fuer unsere weitere Reise eine Lehre sein.

Nach ein paar Tagen ging die Reise fuer uns weiter nach Panjim. Die Stadt schien auf den ersten Blick eine laute, schmutzige und stinkende Wueste zu sein, bis wir unsere eigene kleine Oase in "Alfonsos Guest House" fanden, in dem wir sehr freundlich aufgenommen wurden.



Auf Empfehlung der ueberaus sympathischen Guest House Besitzerin fuehrte unser Weg weiter nach Agonda. Dies sollte unsere erste Busfahrt sein. Nach dem Motto: "Wer bremst, verliert", ging es ueber Berg und Tal. Einfach nur hupen und schon kann man trotz des Gegenverkehrs ueberholen. Ueberhaupt ist der indische Strassenverkehr ein einziges Hupkonzert.



In Agonda lebten wir in einer kleinen Holzhuette direkt am Strand. Schon jetzt fuehlte es sich an, als waeren wir in einem kleinen Paradies.





Nach ein paar schoenen entspannten Tagen landeten wir im, nur wenige Kilometer entfernten, Palolem. Wir uebernachteten im "Bhakti Kutir", einem dicht bewachsenen Dschungel mit Huetten und Oekotoiletten.



Am letzten Abend in Goa lauschten wir unter Palmen einem Konzert bis die Polizei den Stecker zog, weil die Band bis in die Sperrstunde hinein spielte.



Vom "Bhakti Kutir" aus ging die Reise weiter nach Goakarna (Karnataka). Wir fuhren das erste Mal mit dem Zug - eine Fahrt, die wir uns schlimmer vorgestellt hatten, als sie eigentlich war.
Im Zug lernten wir einen alten australischen Weltenbummler kennen und tauschten Muenzen mit einem Inder, der uns freundlicherweise auch weitere sehenswerte Orte nannte und den Weg dorthin beschrieb.

Kaum in Goakarna angekommen, waren wir auch schon umzingelt von einigen Tuktuk- und Taxifahrern, die uns alle ihre Dienste anboten. Etwas eingeschuechtert von so vielen Angeboten wandten wir uns an einen zunaechst vertrauenserweckenden Reisenden, der uns gefuehlte 100x versprach, uns ins Paradies auf Erden zu fuehren.
Im Endeffekt stellte er sich als recht angetrunkener Schotte heraus, der schon einige Male zuvor in Karnataka war und regelrecht davon schwaermte. Dieser Ort wuerde seiner Meinung nach totsicher unser Leben veraendern und definitiv bereichern.
Zunaechst verwickelte er uns allerdings in eine etwas verrueckte Taxifahrt, die jedoch tatsaechlich an einem wunderschoenen Fleckchen Erde endete.
Als er uns auch noch auf eine Bootstour zum "Paradise Beach" mitnehmen wollte, fluechteten wir rasch ins "Namaste". Der paradiesische Strand sollte noch ein paar Tage auf uns warten.
Im "Namaste" fanden wir Unterschlupf in einer kleinen Bambushuette. Leider mussten wir feststellen, dass die Huette bereits von einem kleinen Voelkchen besetzt war. Termiten gruben sich unaufhaltsam ihren Weg durch die Bambushuette.
Dies war nicht zuletzt der Grund, warum wir unsere Behausung bereits nach einer Nacht verliessen.



Jedoch kein Grund traurig zu sein - der Weg fuehrte uns direkt ins "Nirvana".

FORTSETZUNG FOLGT...

2 Kommentare 25.3.14 16:51, kommentieren

Nur noch wenige Tage...

...dann geht die Reise ins weitentfernte Indien los.

 

Liebe Freunde und Familie - vorfreudig und wehmütig zugleich blicken wir den nächsten Tagen entgegen.

Wir hoffen, dass wir euch hier ein wenig auf dem Laufenden halten können und euch somit nicht ganz so weit entfernt erscheinen.

 

Im Herzen seid ihr alle dabei.

Fabi, Piesi und Kaddi

12.3.14 20:38, kommentieren